11. Februar 2011 08:20 Uhr

Landwirte: Biber sollten gejagt werden

Anfangs war die Freude groß, als der Biber sich wieder in Deutschland ausbreitete. Doch inzwischen hat das Nagetier viele Feinde. Es steht im Ruf, Deiche zu zerstören, weil es darin seine Höhlen und Gänge baut. Außerdem fällen Biber Bäume, was nicht nur dem Wald schadet, sondern bisweilen auch gefährlich werden kann. Landwirte im brandenburgischen Oderbruch haben deshalb nun sogar eine Plakatkampagne gegen das Tier gestartet. Auf den Plakaten ist ein Biber zu sehen, der auf einem Damm sitzt. Das Tier ist rot und deutlich durchgestrichen. Die Bauern fordern, dass Biber gejagt werden dürfen, obwohl diese unter Naturschutz stehen. Die Landkreisverwaltung hält sich zurück. Man wolle nicht, dass der Biber ausgerottet wird. Der Europäische Biber war ursprünglich einmal in ganz Europa und großen Teilen Asiens verbreitet und starb durch Jagd beinahe aus. In Deutschland gab es nur noch an der Elbe kleine Bestände. Doch durch Schutz und Wiederauswilderung konnte sich der Biber in den letzten Jahren stark vermehren. Natürliche Feinde hat er hierzulande kaum.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)