11. Februar 2011 11:50 Uhr
Gekauft wird, was den Eltern gefällt. Zu diesem Schluss kommt die "Süddeutsche Zeitung" in einer Analyse des Marktes für Kinder- und Jugendmagazine. Die Verkaufszahlen in diesem Segment seien insgesamt schlecht. Die Auflagen klassischer Jugendmagazine wie "Popcorn", "Mädchen" und "Bravo" seien stark zurückgegangen - die der "Bravo" etwa von rund 1,2 Millionen im Jahr 1998 auf nun gut 390.000. Die Verleger neu gestarteter Magazine für den Lesenachwuchs setzten nun darauf, ehrgeizige Eltern anzusprechen. Als Beispiel nennt die Zeitung den Spiegel-Ableger "Dein Spiegel" und "Yuno" von Gruner und Jahr. In der Werbung priesen sie ihre Inhalte als fundiert recherchierten Journalismus für Kinder aus gebildeten Elternhaushalten an - offenbar mit Erfolg. Auf 12-Jährige zugeschnitten sei diese Werbeformel wohl kaum. Die Kinder befriedigten ihr Interesse an leichter Unterhaltung und Stars heute aber ohnehin überwiegend im Internet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)