11. Februar 2011 15:18 Uhr
Früher waren Eunuchen häufig in Königspalästen angestellt - zum Beispiel im byzantinischen Reich oder im chinesischen Kaiserreich. Die pakistanische Stadt Sialkot will jetzt zehn Eunuchen einstellen - und zwar, um ausstehende Wassergebühren einzutreiben. Das sagte der Verwaltungschef der Stadt der Zeitung "Express Tribune". In Pakistan leben etwa 300.000 Eunuchen. Sie werden "Hijras" genannt und sind gesellschaftlich isoliert. Meist leben sie vom Betteln oder von Prositution. Eunuchen als Gebühreneintreiber einzusetzen, hatte das oberste Gericht Pakistans vorgeschlagen. Den Grund erklärte ein pakistanischer Sozialwissenschaftler der Nachrichtenagentur dpa so: Die Anwesenheit eines singenden Eunuchen an der Tür werde als Beleidigung empfunden und viele dazu veranlassen, die Rechnungen zu bezahlen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)