11. Februar 2011 16:56 Uhr
Wer knapp bei Kasse ist, kann Dinge zu Geld machen, die er nicht mehr braucht. Genau das tut jetzt der indische Bundesstaat Rajasthan. Er versteigert Paläste, Festungen und Villen. Das teilte die Regionalregierung mit. Die Prachtbauten gehören der Regierung, weil sie nach der Unabhängigkeit Indiens verstaatlicht wurden. Indische Adelige haben angekündigt, dass sie diese Gelegenheit nutzen wollen: Gebäude, die ihnen bei der Unabhängigkeit genommen wurden, wollen sie jetzt zurückkaufen. Für einen Palast zum Beispiel gilt dabei ein Mindestgebot von umgerechnet 770.000 Euro. Etwas günstiger zu haben ist das Haus eines Kaufmanns aus dem 18. Jahrhundert: für knapp 18.000 Euro. Die Regierung des Bundesstaats will die Einnahmen in die Infrastruktur von Kleinstädten und Dörfern investieren. Rajasthan ist eine der ärmsten Regionen Indiens.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)