13. Februar 2011 11:43 Uhr
Ein im Irak geborener Künstler kann sein aktuelles Projekt vorerst nicht wie geplant fortführen. Wafaa Bilal hatte sich eine Kamera in den Hinterkopf implantieren lassen. Das Gerät schoss jede Minute ein Foto, die Bilder wurden automatisch an eine Internetseite übermittelt. Mit dem Projekt wollte Bilal nach eigenen Angaben einen Kommentar liefern zu den flüchtigen Erlebnissen des Alltags und die heutige Überwachungsgesellschaft. Die Aktion sollte einige Jahre dauern - jetzt aber musste der Künstler die Kamera aus seinem Hinterkopf entfernen lassen, weil sich eine Implantationswunde zu entzünden drohte. Er kündigte an, den Apparat vorläufig um den Hals zu tragen, um sein Projekt fortsetzen zu können.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)