14. Februar 2011 16:58 Uhr
Tradition hin oder her - das Gesetz sei nicht mehr zeitgemäß. So argumentieren die Japanerinnen, die die Regel aus dem 19. Jahrhundert vor Gericht kippen wollen. Pünktlich zum Valentinstag reichten sie Klage gegen das Gesetz ein, das sie zwingt, mit der Hochzeit den Nachnamen ihres Ehemannes anzunehmen. Die vier Frauen sind der Ansicht, dass dies gegen die Gleichberechtigung verstößt, die von der Verfassung garantiert wird. Außerdem fordern sie umgerechnet 54.000 Euro Schadenersatz für erlittenen psychischen Stress. Der anstehende Prozess vor einem Bezirksgericht gilt als wichtiger Test für die Wahrung der Frauenrechte in Japan.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)