14. Februar 2011 17:52 Uhr
Die Frittenbude ist Mini-Belgien. Das meint Bernard Lefèvre, Präsident des Verbandes der Pommes-Anbieter. Und einen Beweis für diese These findet er in der derzeitigen Krise der Frittenbuden. Während Flamen und Wallonen im Dauerstreit liegen und Belgien seit Monaten auf eine Regierung wartet, machen auch noch der Reihe nach Pommesbuden zu. Nach Angaben des Verbands waren es einst Tausende, mittlerweile seien nun weniger als 1.500 übrig geblieben. Meist müssten die Buden schließen, weil Behörden die hygienischen Umstände kritisierten. Auch die strengen EU-Vorschriften erschwerten Pommes-Buden-Besitzern das Dasein. Allerdings regt sich nun in mehreren Städten Widerstand. So zum Beispiel in Brüssel. Als dort ein bekannter Imbiss dichtmachen musste, starteten ehemalige Kunden eine Petition im Internet und eine Facebook-Kampagne. Die Frittenbude hat wieder aufgemacht, in einem kleinen Häuschen wenige Meter entfernt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)