15. Februar 2011 10:58 Uhr

Informatiker in der "SZ" über Superrechner, der Ironie versteht

"Mit einem Computer Smalltalk zu halten, das erleben wir nicht mehr. Vielleicht ist es sogar grundsätzlich unmöglich." Das meint der Informatikprofessor Gerhard Weikum. Er spricht in der "Süddeutschen Zeitung" über den neuen Super-Rechner "Watson" von IBM. Dessen Fähigkeiten stellt der Konzern seit gestern in der US-amerikanischen Quiz-Show "Jeopardy" auf die Probe. Neu daran ist: der Computer muss nicht nur stupide Rechenaufgaben lösen, sondern auch in Sekundenschnelle verzwickte Zusammenhänge enträtseln. Nur dann kann er die Quiz-Fragen beantworten - das war bisher mit künstlicher Intelligenz nicht möglich. Weikum meint, dahinter stecke ein riesiger technischer Aufwand. Computer erreichten dieselben Ergebnisse auf völlig anderen Wegen als der Mensch. Dieser profitiere im Gegensatz zu ihnen von seiner Fähigkeit zu assozieren. Um sich etwa mit einem Computer wirklich zu unterhalten, müsse man Emotionen simulieren. Das sei wohl auch noch in 50 Jahren eine hohe Hürde.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)