15. Februar 2011 10:52 Uhr

Hamburger Bürgermeister will kein CO2-Lager

So musste es ja kommen. Kaum ist bekannt, wo einer Studie zufolge in Deutschland unterirdische Lager für das Treibhausgas Kohlendioxid möglich wären, regt sich der Widerstand. So machte Hamburgs Bürgermeister Christoph Ahlhaus gegenüber dem "Hamburger Abendblatt" klar: der Standort Billstedt käme als Kohlendioxid-Endlager nicht in Frage. Viele andere Kommunen zeigten sich vollkommen überrascht davon, dass ihre Flächen als CO2-Lager geeignet sind. Die Diskussion geht auf eine Studie der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zurück. Die Behörde hatte darin gut 400 mögliche Standorte für CO2-Lager genannt. Gegen den Willen der Behörde hatte die Umweltschutzorganisation Greenpeace die Studie am Wochenende veröffentlicht. Die Möglichkeit, Kohlendioxid unterirdisch zu lagern, wird seit Längerem diskutiert. So soll das klimawirksame Gas sicher entsorgt werden. Die Methode ist aber umstritten, weil die Langzeitfolgen bisher kaum erforscht sind. Experten fürchten unter anderem, dass durch das CO2-Gas salzhaltiges Wasser aus tieferen Gesteinsschichten nach oben in Trinkwasserspeicher gedrückt werden könnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)