15. Februar 2011 16:27 Uhr
Das iranische Regime hat immer noch genügend gewaltbereite Anhänger. Das ist nach Auffassung des Journalisten Farhad Payar der größte Unterschied zu den Protesten in Nordafrika. Die Führung in Teheran tue mit Hilfe ihrer Sicherheitskräfte alles, um jede kritische Stimme im Keim zu ersticken. Das versuche sie im übrigen schon seit der Revolution vor 30 Jahren. Payar betonte, die Demonstrationen gestern seien als Ausdruck der Solidarität mit der arabischen Welt geplant gewesen. Die iranische Regierung aber habe die Kundgebungen verboten, obwohl sie die Entwicklung in Tunesien und Ägypten begrüße. Der Grund: Organisiert hatte die Demonstrationen die iranische Opposition. Farhad Payar sagte, noch die ganze Nacht über habe man in Teheran die "Allahu Akbar"-Rufe gehört, die bei den Protesten im Jahr 2009 zum Symbol des Widerstands wurden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)