16. Februar 2011 12:22 Uhr
Die Vorwürfe wiegen schwer. Nach einem bislang unveröffentlichten Gutachten war die Vorgängerorganisation des Bundeslandwirtschaftsministeriums in die Verbrechen der Nationalsozialisten verstrickt. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, Abteilungen des Reichsernährungsministeriums seien beteiligt gewesen, wenn es um Enteignung von Juden, Landbeschaffung und Heeresverpflegung gegangen sei. Ein Abteilungsleiter und ein Staatssekretär zählten dem Gutachten zufolge zu den Hauptverantwortlichen für die sogenannte Hungerpolitik in Ostpolen, Litauen und Weißrussland. Ob noch mehr ehemalige Mitarbeiter in die Durchführung der Verbrechen verstrickt gewesen seien, werde derzeit noch geprüft.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)