16. Februar 2011 12:21 Uhr

Käßmann lehnt Preis für Zivilcourage ab

"Preiswürdiger Rücktritt": So lautet eine der Schlagzeilen, die Margot Käßmann zu ihrer Entscheidung bewogen haben. Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland hat sich entschlossen, den Europäischen Kulturpreis für Zivilcourage nicht anzunehmen. Zur Begründung erklärte die 52-Jährige, in einigen Medien werde die Auszeichnung ausschließlich mit ihrer Alkoholfahrt im vergangenen Februar und ihrem Rücktritt in Verbindung gebracht. In einer Erklärung der Stiftung 'Pro Europa' heißt es dagegen, mit der Auszeichnung solle das Lebenswerk der Seelsorgerin gewürdigt werden. Margot Käßmann habe unbequeme Positionen auch gegen Widerstände durchgesetzt. Symbolisch dafür stehe ihre Aussage: "Nichts ist gut in Afghanistan".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)