16. Februar 2011 17:33 Uhr

Ägyptische Journalisten entschuldigen sich für verzerrende Berichterstattung

"Wir entschuldigen uns für unser unprofessionelles Verhalten während der Revolution vom 25. Januar." Mit diesem Satz haben sich die Journalisten der ägyptischen Tageszeitung "Al-Ahram" an die Bevölkerung des Landes gewandt. Während der Demonstrationen sei die Lage in Ägypten nicht realistisch dargestellt worden. Verantwortlich machen die Journalisten dafür die Chefredaktion. In den vergangenen Jahrzehnten habe es bei der Zeitung Korruption und Zensur gegeben. Leitungsfunktionen seien an Günstlinge der Familie von Ex-Präsident Hosni Mubarak oder an Mitglieder seiner Partei vergeben worden. Die Professionalität der Journalisten habe bei der Personalpolitik eine untergeordnete Rolle gespielt. Einige Journalisten des Blattes hatten sich schon in den ersten Tagen nach Beginn der Demonstrationen gegen die Linie der Redaktionsleitung gestellt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)