17. Februar 2011 06:23 Uhr

Sprachforscher: Sächsischer Dialekt ist tot

Die Sachsen sehen das wahrscheinlich anders. Aber aus Sicht des Leipziger Sprachforschers Beat Siebenhaar ist ihr Dialekt tot. Und das schon seit mehr als 100 Jahren. Der Wissenschaftler erklärte, für einen Dialekt bedürfe es eines geschlossenen Sprachsystems und klarer Regeln für Aussprache und Syntax. Das Sächsisch, das die Menschen in Leipzig, Dresden und Chemnitz mittlerweile sprächen, erfülle diese Anforderungen nicht mehr. Ihre Sprache orientiere sich am Hochdeutschen. Übrig geblieben sei nur noch eine regionale Färbung. Der Sprachforscher kommt übrigens aus der Schweiz.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)