17. Februar 2011 08:29 Uhr

Muslimbruder in der "taz": "Scharia meint nicht Hände abhacken

Scharia meint nicht Hände abhacken. Das sagt Abdel Monem Abou el-Fetouh in der "taz" - der Ägypter gehört zur Führungsriege der Muslimbrüder. Er verteidigt damit Artikel 2 der ägyptischen Verfassung, in dem steht, dass die Scharia die Quelle des Rechts ist. El-Fetouh fordert die Europäer auf, ihre Vorstellung der islamischen Rechtslehre zu überdenken und nicht an den Extremisten auszurichten. Kein Gesetz, so der 60-jährige Arzt, dürfe die individuelle Freiheit eines Menschen einschränken. Wer Alkohol trinken wolle, solle das tun. Und wer Kopftuch tragen wolle, müsse diese Freiheit haben. El-Fetouh erklärt, er wolle keinen religiösen ägyptischen Staat. Aber man müsse die Geschichte des Landes respektieren. Alle Ägypter, ob Kopten oder Muslime, trügen die Religion in ihren Zellen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)