17. Februar 2011 10:26 Uhr

Plagiatsdebatte im Deutschlandradio Kultur: Medienforscher Weber legt nach

Karl-Theodor zu Guttenberg gebe Wissen vor, das er nicht habe. Einen Tag nach Beginn der Plagiatsdebatte um die Dissertation des Bundesverteidigungsministers legt der Medienwissenschaftler Stefan Weber nach. Er wirft Guttenberg im Deutschlandradio Kultur vor, in seiner Reaktion auf die Vorwürfe einfach weiterzuschwindeln. Der Minister hatte gestern erklären lassen, die Plagiatsvorwürfe seien "abstrus". Weber kontert, es gebe noch viel mehr abgekupferte Stellen als bislang entdeckt wurden. So sei das Einleitungskapitel wörtlich aus einem Zeitungsartikel abgeschrieben worden. Zudem habe zu Guttenberg an entscheidenden Stellen seiner Arbeit bei anderen geklaut: dann nämlich, wenn es darum gegangen sei, eigene Thesen zu formulieren. Das alles, so Weber, beinhalte den Vorsatz für geistigen Diebstahl. Laut Bundesverteidigungsministerium werden die Plagiatsvorwürfe vom zuständigen Ombudsmann der Universität Bayreuth geprüft.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)