17. Februar 2011 12:30 Uhr
Als das Öl der explodierten Bohrinsel "Deepwater Horizon" die Küsten am Golf von Mexiko erreichte, war das für die unmittelbaren Anwohner eine Katastrophe. Sie reagierten naturgemäß gestresst. Doch als genauso gestresst erwiesen sich überraschenderweise diejenigen, die von der Öl-Pest nicht direkt betroffen waren: Menschen nämlich, die weiter im Landesinnern wohnten. Wie Wissenschaftler der Universität Maryland herausfanden, litten sie genauso stark unter Depressionen und Angstzuständen wie die unmittelbaren Küstenbewohner. In einem Fachmagazin ("Environmental Health Perspectives") ziehen die Mediziner daraus den folgenden Schluss: Bei künftigen Umweltkatastrophen gelte es, nicht nur die unmittelbar betroffenen Menschen zu behandeln. Die Gesundheitsbehörden müssten ihren Fokus künftig erweitern.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)