18. Februar 2011 06:34 Uhr
Schwarzbären sind im Winter wärmer, als bisher angenommen. Das fanden Forscher aus Alaska heraus. Sie lockten die Bären in präparierte Höhlen, um ihren Winterschlaf zu untersuchen, mithilfe von Infrarot-Kameras, Bewegungssensoren und Sauerstoffdetektoren. Den Bären wurden außerdem Sender eingepflanzt, die Daten zum Puls und der Körpertemperatur übertrugen. Die Ergebnisse des Experiments sind im Magazin "Science" zu lesen. Die Bären drosselten ihre Körperwärme weniger stark als bisher vermutet, und zwar um nur rund fünf Grad. Dabei sank ihr Stoffwechsel allerdings stärker als erwartet: auf ein Viertel des Sommerwertes. Bisher war die gängige Lehrmeinung laut dem Artikel, dass Energieverbrauch und Temperatur direkt zusammenhängen. Als Faustregel wurde angenommen, dass bei einer Stoffwechselreduktion um die Hälfte die Körpertemperatur um zehn Grad fällt. Der Versuch mit den schlafenden Bären widerlegte das.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)