18. Februar 2011 06:56 Uhr

Jagd nach Kinderpornografie: US-Behörden sperren irrtümlich 84.000 Webseiten

Auf der Jagd nach Kinderpornografie ist den US-Behörden ein folgenschwerer Irrtum unterlaufen. Wie erst jetzt bekannt wurde, sperrten sie am vergangenen Wochenende 84.000 Webseiten, die nichts mit illegalem Material zu tun hatten. Nach einem Bericht auf dem Weblog "TorrentFreak" unterlief der Fehler bei der Aktion "Operation Protect Our Children", durchgeführt vom US-Justizministerium, dem Grenzschutz und dem Heimatschutzministerium. Die Behörden hatten pauschal eine Domain gesperrt, deren Buchstabenfolge allerdings auch als Platzhalter für Gratis-Webseiten dient. Deshalb waren tausende Seiten von Privatpersonen und kleinen Betrieben betroffen. Der Vorfall wurde von den Behörden selbst nicht öffentlich gemacht, sie verwiesen nur auf Erfolge bei der Jagd nach Kinderpornografie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)