18. Februar 2011 09:20 Uhr

Hintergrund: Demokratie in Uganda

Seit bald 25 Jahren ist er im Amt: Heute muss sich Ugandas Präsident Yoweri Museveni in einer Wahl dem Volk stellen. Insgesamt gibt es acht Gegenkandidaten, die ihn ablösen wollen. Der aussichtsreichste davon ist sein früherer Leibarzt Kizza Besigye. Der heute 66-jährige Museveni war 1979 daran beteiligt, den Diktator Idi Amin zu stürzen. Der hatte Uganda in den siebziger Jahren brutal regiert. Nach Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen wurden in dieser Zeit bis zu 400.000 Menschen getötet. Nach dem Sturz kam zunächst Amins-Amtsvorgänger Milton Obote wieder an die Macht. Ihm wurden allerdings Wahlmaniuplationen vorgeworfen, weshalb ihn Rebellen, angeführt vom heutigen Präsidenten Museveni, stürzten. Seit der Unabhängigkeit 1962 hat das Land damit noch keinen demokratischen Machttransfer erlebt. Die ersten demokratischen Präsidentschaftswahlen gab es 1996. Eigentlich hätte Museveni dieses Jahr schon nicht mehr antreten dürfen. Denn eigentlich sah die Verfassung maximal zwei Amtsperioden vor. Doch das hat der Präsident ändern lassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)