18. Februar 2011 18:01 Uhr
Würden Sie sich freiwillig Farbe unter die Haut spritzen lassen, mit der auch Ihr Auto lackiert wurde? Wohl kaum. Wenn Sie ein Tattoo tragen, ist das aber möglicherweise schon ohne Ihr Wissen geschehen. Denn das für Tätowierungen verwendete Pigment "Red 254" wird in Deutschland als Autolackfarbe unter dem Namen "Ferrari Rot" gehandelt. Darauf hat heute das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Karlsruhe hingewiesen. Die Behörde hat 38 Tätowierfarben untersucht, ein Drittel davon enthielt unerlaubte Substanzen. Darunter auch solche, die gesundheitsschädlich sind oder krebserregend: Nitrosamine und Phenol zum Beispiel. Das Amt nannte die Untersuchunsergebnisse in einem Bericht erschreckend. Sich ein Tattoo stechen zu lassen, liegt in Deutschland weiterhin im Trend. 2009 waren einer Studie zufolge bis zu einem Viertel der 14- bis 34-Jährigen tätowiert.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)