22. Februar 2011 08:21 Uhr
Das Internet ist praktisch: Man schreibt Nachrichten, liest Nachrichten, regelt Überweisungen. Warum also nicht auch online politisch aktiv werden? Foren gibt es jede Menge, aber auch der Bundestag arbeitet schon länger an einer Plattform für Bürgerbeteiligung. Jetzt gibt es darüber wieder Streit: Die Internet-Kommission des Bundestages verzögere die Software unnötig, beklagt der Chaos Computer Club. Er hatte sich angeboten, die Software "Adhocracy" kostenlos zur Verfügung zu stellen, weil die Anwendung dem Bundestag zu teuer war. Statt das Angebot anzunehmen und die Plattform auf den Weg zu bringen, habe die Kommission in ihrer gestrigen Sitzung wieder keinen endgültigen Entschluss darüber gefasst. Der Vorsitzende der Kommission, Axel Fischer, gab zu bedenken, dass nicht alle Menschen Internet-Zugang hätten. Auch sei nicht geklärt, wie sich Nutzer des Portals identifizieren sollen. Die Kommission strich jetzt Details aus dem Antrag für die Software und setzte - zusätzlich zu den neun bestehenden Arbeitsgruppen - eine weitere ein.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)