22. Februar 2011 10:22 Uhr

Dänischem Nationalmuseum wird "der Bär aufgebunden"

Da ist dem Dänischen Nationalmuseum doch im wahrsten Sinne des Wortes ein Bär aufgebunden worden. Seit längerem war dort eine Bärenfigur aus Bernstein ausgestellt. Man datierte ihr Alter auf 6.000 Jahre. Jetzt kam heraus: Das gute Stück ist nicht mehrere tausend, sondern allerhöchstens 20 Jahre alt. Museumsinspektor Peter Vang Petersen erklärte, man sei misstrauisch geworden, als derselbe Antiquitätenhändler, der den Bären 1997 geliefert hatte, jetzt eine absolut identische Figur anbot. Der Museumsinspektor räumte ein, sich beim Alter des Bären habe täuschen lassen. Eine mitgelieferte Schachtel und ein Zettel hätten ihn in die Irre geleitet. Bei genauerer Untersuchung seien Spuren von modernen Werkzeugen zu erkennen. Der Bär stand schon einmal im Licht der Öffentlichkeit, als er 2007 zusammen mit dem Goldhorn von Gallehus gestohlen wurde. Ein Jahr später wurde er wieder gefunden und kehrte er ins Museum zurück. Er wird in zahlreichen Katalogen als wichtiger steinzeitlicher Fund geführt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)