22. Februar 2011 10:57 Uhr
Japan hat damit begonnen, mutmaßliche Opfer von Medizinversuchen im Zweiten Weltkrieg zu exhumieren. Die sterblichen Überreste waren vor mehreren Jahren auf dem Gelände eines ehemaligen militärischen Forschungsinstituts entdeckt worden. Die Einrichtung soll in Verbindung mit einer in China stationierten Einheit stehen. Historikern zufolge wurden dabei Menschenversuche an chinesischen Kriegsgefangenen vorgenommen, was Japan bisher nie offiziell bestätigte. Eigentlich sollte die Exhumierung früher durchgeführt werden, allerdings befanden sich auf dem 3.000 Quadratmeter großen Gelände mittlerweile Häuser. Deshalb mussten die Bewohner erst umgesiedelt und die Gebäude abgerissen werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)