23. Februar 2011 07:53 Uhr
Auch in Brasilien gibt es Probleme mit der Endlagerung von radioaktivem Müll. Doch das scheint die Öffentlichkeit und die Medien weniger zu beschäftigen als bei uns. Das kritisiert der Wissenschaftler Luiz Pinguelli Rosa von der Universität Río de Janeiro im Gespräch mit dem Onlineportal SciDev.net. Bis zum 16. März können die Brasilianer bei der Erstellung von neuen Vorschriften für die Endlagerung mitwirken, die die nationale Nuklearenergie-Kommission festlegen will. Dabei gehe es unter anderem um Sicherheitskriterien für die Lagerung von niedrig und mittel-radioaktivem Müll. Diese Beratungen seien derzeit aber kein Thema in den Medien, so der Wissenschaftler. Während der Militärdiktatur 1964 bis 1985, als Brasilien sein Atomprogramm gestartet habe, sei das noch anders gewesen. Pinguelli Rosa warnte, zur Zeit seien strahlende Abfälle nur provisorisch gelagert. Darüber hinaus sei die Region der Lagerstelle von Erdrutschen bedroht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)