23. Februar 2011 10:24 Uhr
Der Blick ins Herkunftswörterbuch, heute schlagen wir nach bei "grölen". Das Wort geht auf Turnierfeste im späten Mittelalter zurück. Dabei durften Ritter und Bürger ordentlich laut sein. Die Feste waren nach dem Heiligtum der Ritter benannt, nach dem Gral. Daraus entstand im Niederdeutschen das Wort "gralen" für lärmen, das sich später zu "grälen" und dann "grölen" entwickelte. Der Gral wird als heiliger Stein oder Kelch in der Dichtung besungen. In den Legenden bewachen Ritter den mystischen Gegenstand oder suchen danach.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)