23. Februar 2011 14:54 Uhr

Verhaltensstudie: Fledermäuse haben Durst auf Metall

Zumindest für Fledermäuse, die Flüsse, Teiche und Seen mithilfe von Ultraschallwellen orten können. Weil die Wasseroberfläche wie ein Spiegel wirkt, werden die Rufe der Tiere so reflektiert, dass fast kein Echo zurückkommt. Und in diesem Fall wird den Tieren suggeriert: Hier gibt es etwas zu trinken. Forscher des Max-Planck-Institutes für Ornithologie wollten testen, wie sehr Fledermäuse auf das Echo vertrauen und legten eine große Metallfläche in der Natur ab. Und siehe da: Die Tiere steuerten auch die Platte an und versuchten, von ihr zu trinken, und zwar bis zu hundert mal in zehn Minuten. Das Fazit der Wissneschaftler: Fledermäuse bauen so stark auf den Ultraschall, dass alle anderen Sinneseindrücke wie Fühlen und Schmecken dahinter zurücktreten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)