23. Februar 2011 15:52 Uhr
In der griechischen Mythologie galt der Kranich als Vogel des Glücks. Die Bauern des Hula-Tals in Israel wissen aber um die irdischen Laster der Tiere. Mehr als 30 Tausend Kraniche bevölkern ihr Land in den Wintermonaten, schreien ohrenbetäubend laut und fressen den Bauern die Ernte vom Acker. Deshalb füttern sie die Zugvögel. Das klingt absurd, ist aber gewissermaßen "Selbstverteidigung", sagt Nadav Israeli. Er leitet des Vogel-Zentrum im Hula-Naturschutzgebiet. Damit die Kraniche die Felder der Bauern in Ruhe lassen, geben sie ihnen Mais. Rund 340 Tausend Euro investieren sie dafür - gemeinsam mit der Nationalpark-Behörde und dem Landwirtschaftsministerium. Jedes Jahr ziehen rund 500 Millionen Zugvögel über Israel hinweg während ihrer Reise gen Süden, davon rund 100 Tausend Kraniche.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)