24. Februar 2011 07:26 Uhr
"Nichts ist verblüffender als die Wahrheit, nichts exotischer als unsere Umwelt, nichts phantastischer als die Wirklichkeit." Die Worte stammen von Egon Erwin Kisch. Der deutschsprachige Journalist und Schriftsteller wurde 1885 in Prag geboren. Sein wohl bekanntestes Werk, das ihm zugleich seinen Spitzennamen einbrachte, war "Der rasende Reporter". Ein Sammelband mit einer Auswahl seiner Reportagen. Kisch geriet aufgrund seiner jüdischen Abstammung und seiner kommunistischen Haltung in Konflikt mit den Nationalsozialisten. Gemeinsam mit anderen missliebigen Autoren wie Carl von Ossietzky wurde er 1933 im Zusammenhang mit dem Reichstagsbrand verhaftet. Anschließend wies ihn das NS-Regime als tschechischen Staatsbürger aus. Später begab er sich unter anderem auf Reisen nach Australien, in die USA und nach Mexiko. Mit dem Ende des Krieges kehrte er in seine Heimatstadt zurück, wo er drei Jahre später verstarb. Kisch gilt als einer der wichtigsten Vertreter seines Berufszweigs. Nach ihm ist einer der bedeutendste Journalistenpreise benannt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)