25. Februar 2011 09:28 Uhr
Es gibt Zusammenhänge zwischen Geist und Körper, die klingen zunächst skurril. In einer aktuellen Studie haben Psychologen von der Universität von North Carolina herausgefunden, dass Menschen, die die Rolltreppe nach oben fahren, mehr Mitgefühl zeigen und mehr Geld spenden als diejenigen, die nach unten fahren. Forscher nennen diese Verbindung zwischen Körperhaltung und Geisteshaltung Embodiment. Zahlreiche Studien gibt es zu diesem Phänomen. Sie ergaben, dass ein Bleistift im Mund fröhlich macht, das Halten einer warmen Tasse milde stimmt und auf aufrechter Gang das Selbstbewusstsein steigert. Embodiment ist auch das Gebiet des Würzburger Psychologen Sascha Topolinski. Er erklärt den Zusammenhang so: Als Kinder erfassen wir die Welt mit unseren Sinnen: Sehen, Anfassen, Schmecken. Deshalb verknüpft unser Gehirn auch später abstrakte Konzepte - wie zum Beispiel "Macht" oder "Warmherzigkeit" - mit konkreten Gegenständen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)