25. Februar 2011 09:51 Uhr
Tuberkulose, Malaria und Aids werden vernachlässigt. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation ist nicht einmal ein Prozent der neu angemeldeten Medikamente dazu bestimmt, sogenannte Tropenkrankheiten zu bekämpfen. Ein deutsch-amerikanischer Philosoph will das ändern. Wie die "taz" berichtet, plant der Universitätsprofessor Thomas Pogge einen Fonds, mit dem Pharmafirmen animiert werden sollen, Medikamente gegen diese Krankheiten zu entwickeln. Die Idee: Die Firma, die solch ein Präparat entwickelt, erhält eine Prämie. Die Höhe des Geldes soll sich danach richten, wie viele Lebensjahre der Wirkstoff im Durchschnitt gerettet hat. Wie genau das funktionieren soll, wollen Pogge und sein Team Ende des Jahres testen. Sie wolen Menschen in einer bestimmten Tropenregion ein Tuberkulose-Medikament zur Verfügung stellen und dann schauen, ob sich der Erfolg des Mittels genau ermitteln lässt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)