25. Februar 2011 11:57 Uhr

In Entwicklungsländern Pest-Infektion weiterhin möglich

"Die Pest können wir nicht ausrotten." Das sagt der Tropenmediziner Klaus Fleischer. Zwar sei es unwahrscheinlich, dass die Krankheit noch einmal in Deutschland ausbreche, in Entwicklungsländern dürfe man die Gefahr der Pest aber nicht unterschätzen. Die Todesrate liegt laut Fleischer aktuell bei rund 50 Prozent. In Madagaskar zählten die Behörden seit Jahresbeginn 45 Pest- Erkrankte und 23 Tote. Der Grund: die niedrigen hygienischen Standards und der häufige Kontakt zu Ratten. Die Nagetiere bringen nämlich häufig einen Parasiten mit: den Rattenfloh. Der wiederum ist der Überträger der Pest. Fleischer sagte, die Pest sei eigentlich sehr gut mit Antibiotika behandelbar. Die Medikamentengabe müsste allerdings innerhalb der ersten 48 Stunden nach der Infektion erfolgen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)