25. Februar 2011 12:21 Uhr
Plagiate sind kein Bagatelldelikt. Diese Meinung vertritt der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes Bernhard Kempen. Sein Verband sei befremdet und erschreckt darüber, wie Plagiate in der derzeitigen Debatte um die Dissertation von zu Guttenberg verharmlost würden. Der redliche Umgang mit Daten, Fakten und geistigem Eigentum mache die Wissenschaft erst zur Wissenschaft. Es sei unerträglich, wie die Bedeutung der Wissenschaft und diese ehernen Gesetze politisch kleingeredet werde. Im digitalen Zeitalter werde es immer leichter und verführischer, fremdes Gedankengut per Copy und Paste zu übernehmen. Deswegen müsse von vornherein klar sein, dass so etwas bestraft werde. Kempen forderte, Hochschulen sollten in der Prüfungsordnung festlegen, dass Arbeiten auch in digitaler Form abgegeben werden müssen. Dann könnten Texte mit spezieller Software leichter überprüft werden. Schließlich solle auch jeder Hochschullehrer verstärkt auf Plagiate von Kollegen, Mitarbeitern und Studenten achten. Der Hochschulverband vertritt mehr als 25.000 Wissenschaftler in Deutschland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)