28. Februar 2011 07:54 Uhr

Ministerin Schavan schämt sich für Plagiatsaffäre

Annette Schavan ist Bundesministerin für Forschung - doch über die Plagiatsaffäre um ihren Kabinettskollegen Karl-Theodor zu Guttenberg hat sie zunächst geschwiegen. In der "Süddeutschen Zeitung" sagte Schavan nun, sie schäme sich und zwar nicht nur heimlich. Ein Plagiat sei keine Lappalie. Deshalb sei es richtig, dass Guttenberg der Doktortitel aberkannt worden sei. Allerdings gelte für den Minister das Gleiche, wie für jeden anderen Menschen. Deshalb habe er eine zweite Chance verdient. Die CDU-Politikerin bezeichnete die Reaktionen in der Politik als "maßlos". Der Opposition sei es darum gegangen, den Kopf des Ministers als Trophäe aus der Debatte zu tragen. Andere hätten den Eindruck erweckt, als müsse man das alles nicht so ernst nehmen. Schavan sagte, weniger Lautstärke hätte der Glaubwürdigkeit gut getan.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)