28. Februar 2011 13:22 Uhr
Es ist der mit Abstand älteste Patient. Im Klinikum Emden in Niedersachsen ist heute der "Mann vom Bernuthsfeld" in den Computertomographen geschoben worden. Es handelt sich um eine 1.200 Jahre alte Moorleiche. Seit dem Fund 1907 bei Aurich rätseln Generationen von Wissenschaftlern, wie der Mann ums Leben gekommen ist. Die spannendere Theorie ist, dass "Bernie" durch ein Gewaltverbrechen zu Tode kam; die weniger spannende, dass er unglücklich vom Pferd gefallen ist. Die Durchleuchtung mit dem Computerscanner soll neue Erkenntnisse bringen. Ziel ist es unter anderem, der Moorleiche ein Gesicht zu geben. Auch ein 3D-Modell des Körpers soll entstehen. Klar ist aber schon jetzt: Anders als bei normalen Kassenpatienten wird "Bernie" die Wartezeit für einen Termin im Computertomographen nicht viel ausgemacht haben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)