28. Februar 2011 14:24 Uhr

Raumfahrt muss dringend Müll vermeiden

Ja - wo fliegt er denn, der Müll? Für Satelliten und Raumfahrzeuge ist das eine lebenswichtige Frage, die sich leider gar nicht so leicht beantworten lässt. Braunschweiger Wissenschaftler haben ein Modell entwickelt, mit dem sich die Flugbahn von Weltraumschrott vorherbestimmen lässt. Und sie warnen: Wenn die internationale Raumfahrt nicht bald anfängt, Abfälle zu beseitigen und neuen Müll zu vermeiden, dann wird es im Weltall noch häufiger Zusammenstöße geben als bisher schon. Heute liege die Wahrscheinlichkeit, dass ein Satellit in sieben Jahren von einem gefährlichen Objekt getroffen werde, bei zwei Prozent. Aber das Risiko wachse. Und jede Kollision im All produziere neue Trümmer. Am gefährlichsten sind nach Darstellung der Forscher Müllgegenstände, die größer als ein Zentimeter sind. Doch erst ab einer Größe von zehn Zentimetern kann ein irdisches Radar die Objekte erfassen und den Satelliten ausweichen lassen. Kleineren Weltraumschrott ermitteln die Braunschweiger Forscher deshalb in Simulationen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)