28. Februar 2011 17:36 Uhr

Seltene Erkrankungen: Forschungspreis geht an Kinderarzt aus Hannover

Am Wiskott-Aldrich Syndrom zu leiden, bedeutete bisher in aller Regel, nicht älter als zehn Jahre zu werden. Ein defektes Gen führt dazu, dass das Immunsystem nicht richtig funktioniert. Krank werden immer nur Jungen, aber auch das nur sehr selten. Denn das Wiskott-Aldrich Syndrom, kurz WAS, gehört zu den seltenen Erkrankungen, an die heute deutschlandweit erinnert wird. Um deren Therapie zu verbessern, hat der Verein "Allianz Chronischer Seltener Erkrankungen" einen mit 50.000 Euro dotierten Preis vergeben: an den Kinderarzt Christoph Klein von der Medizinischen Hochschule Hannover. Klein hat eine experimentelle Gentherapie für Kinder entwickelt, die an WAS leiden. Dabei werden dem Patienten Blutstammzellen entnommen, gereinigt und gentechnisch behandelt. Anschließend wird eine gesunde Version des fehlerhaften Gens in die Zellen zurückzutransportieren. Dem Preis-Komitee zufolge sind auf diese Weise schon Kinder mit Wiskott-Aldrich Syndrom geheilt worden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)