1. März 2011 10:21 Uhr
Und zum Schluss schlagen wir im etymologischen Wörterbuch nach - heute unter "Schild", wie in der Redewendung "etwas im Schilde führen". Gemeint ist damit, das jemand etwas Böses oder Unrechtes plant. Der Ursprung der Redensart liegt im Mittelalter, zur Zeit der Ritterturniere. Die Teilnehmer von Turnieren trugen auf ihren Schilden bestimmte Abzeichen und Wahlsprüche. Daraus konnten Eingeweihte erkennen, wer der Ritter ist, und woher er stammt. Je nachdem, welche Farbe oder welches Wappen also jemand im Schilde führte, konnte es sich um einen Freund oder um einen Feind handeln. Hinter dem Schild konnte ein nahender Feind außerdem seine Waffen verstecken. Auch dass dürfte dazu beigetragen haben, dass die Redewendung heute immer auf eine böse Absicht hindeutet.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)