1. März 2011 12:22 Uhr

Neue Schwefelform im Untergrund könnte Weg zu Bodenschätzen zeigen

Die neue Hoffung für viele Schatzsucher heißt Tri-Schwefel-Ion. Diese neue Schwefelform hat ein deutsch-französisches Forscherteam im Labor erzeugt, als sie Bedingungen in mehreren Kilometern Tiefe nachstellten. Die Wissenschaftler waren selber überrascht, denn eigentlich sind in dieser Tiefe nur zwei Schwefel-Arten nachgewiesen: Sulfide und Sulfate. Das Tri-Schwefel-Ion ist viel beweglicher als seine Schwefel-Kollegen, weil es in wässrigen Lösungen existieren kann. Es kann lange Zeit mit Wasser mitfließen und bindet dabei Metalle an sich. Die Forscher gehen davon aus, dass die neue Schwefelform der Haupt-Transporteur von Gold und Kupfer-reichen Gesteinen der Erdkruste sein könnte. Tri-Schwefel-Ion könnte also die Wege zeigen, in denen die Metalle zu Erz-Adern transportiert werden. Auch die Schwefelgase die bei Vulkanausbrüchen frei werden könnten größtenteils aus Tri-Schwefel-Ion bestehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)