1. März 2011 15:24 Uhr

DJV weist Mitschuld der Medien an Guttenberg-Rücktritt von sich

Den schwarzen Peter für den Rücktritt von Verteidingungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg will der Deutsche Journalisten-Verband nicht haben. Sein Bundesvorsitzender Michael Konken sagte, es sei "perfide", dass Guttenberg den Medien die Schuld für sein Fehlverhalten in die Schuhe schieben wolle. Guttenberg hatte gesagt, in den Medien sei es nur noch um seine Person und seine Doktorarbeit gegangen, kaum aber um getötete Soldaten in Afghanistan. Konken sagte weiter, es gebe keinen Zusammenhang zwischen der Plagiatsaffäre und getöteten Bundeswehrsoldaten. Die Berichterstattung über die Doktorarbeit sei notwendig und unverzichtbar gewesen, da es um die Glaubwürdigkeit eines Ministers gehe. Daher sei es keine Privatsache, so Konken, ob Guttenberg die Öffentlichkeit hinters Licht geführt habe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)