2. März 2011 10:23 Uhr

USA genehmigen MS-Tablette nicht

Ohne Zulassung kein Geschäft. Das bekam der Darmstädter Pharmakonzern Merck jetzt zum wiederholten Male zu spüren. Denn nach Europa verweigerten ihm nun auch die USA die Zulassung des Medikamentes Cladibrin. Die Tablette soll gegen die Nervenkrankheit Multiple Sklerose helfen und ist für Merck das wichtigste Forschungsprojekt.

Nachdem die Europäische Arzneimittelbehörde dem Konzern zum zweiten Mal eine Absage erteilt hatte, ruhten seine Hoffnungen auf dem US-Markt. Doch auch die dortige Gesundheitsbehörde monierte, der Nutzen von Cladibrin wiege die Risiken nicht auf. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählt die Immunschwäche Lymphophenie. In Australien und Russland wurde der Wirkstoff Cladibrin als Mittel gegen MS im vergangenen Jahr für zunächst zwei Jahre zugelassen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)