2. März 2011 14:51 Uhr
In Madagaskar sind seit Jahresbeginn 32 Menschen an der Pest gestorben. Aber ist die Pest heute nicht längst ausgerottet? Es stimmt schon: In Europa kennt man die Pest vor allem aus dem Mittelalter. Damals hat der "Schwarze Tod" 25 Millionen Menschen dahingerafft - ein Drittel der damaligen Bevölkerung. Eine derartige Pandemie, also eine länder- oder gar kontinente-übergreifenden Ausbreitung, ist heute unwahrscheinlich. Aber: Die Pest kommt auch heute noch in verschiedenen Regionen der Welt vor: In Afrika, der ehemaligen Sowjetunion, Nord- und Südamerika sowie Asien. Übertragen wird sie durch einen Floh, vom Tier - besonders von Ratten - auf den Menschen. Innerhalb einer Woche nach Ansteckung entwickeln die Betroffenen Symptome, die einer Grippe ähneln: Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einer Beulenpest kommen dann durch Anschwellen der Lymphknoten die typischen "Pestbeulen" hinzu. Wird die Krankheit nicht behandelt, führt sie laut Weltgesundheitsorganisation in bis zu 60 Prozent der Fälle zum Tod.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)