3. März 2011 06:51 Uhr
Wer hier rein will, muss sich mit seinem Fingerabdruck identifizieren. Die Regel gilt nicht etwa für ein Hochsicherheitslabor oder einen Speicherraum mit brisanten Informationen, sondern für einen Kindergarten. Die russische Stadt Mjas hat eine solche Einrichtung mit Metalltür und Erkennungsgerät ausgestattet, um sie vor Angriffen zu schützen. Die Fingerabdrücke aller Eltern und Angestellten seien gespeichert, Kinder dürften sie nur in Begleitung eines Erwachsenen verlassen - und diese seien damit einverstanden gewesen, dass man ihre Daten speichert.
Seit der Geiselnahme von Beslan vor sieben Jahren sitzt die Angst vor Terror in Russland tief. Damals hatten tschetschenische Rebellen eine Schule gestürmt und hatten mehr als tausend Schüler und Eltern als Geiseln genommen. Als Sicherheitskräfte das Gebäude schließlich stürmten kamen mehr als 330 Menschen ums Leben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)