3. März 2011 08:00 Uhr
Berlin, Stadt der Künstler - das gilt nach Ansicht der Kunsthistorikerin Nawojka Cieslinska-Lobkowicz insbesondere für Kreative aus Polen. In einem Essay für das Deutsche Polen-Institut hat sie untersucht, welche Rolle die deutsche Hauptstadt in der dortigen Kulturszene spielt. Sie schreibt, Berlin sei schon vor 100 Jahren attraktiv gewesen - und auch heute - 20 Jahre nach der Wende - fühlten sich Künstler aus Polen dort wieder wohl.
Während des Kalten Krieges habe es eine Pause gegeben. Jetzt aber habe sich Berlin zu einer "zeitgenössischen Kunstwiese" entwickelt. Ein Grund dafür sei das besondere Profil der Stadt, geprägt durch anspornende Kreativität und allgegenwärtige Experimentierfreude. Deshalb sei Berlin innerhalb der polnischen Kulturlandschaft mittlerweile eine Stadt, die einem nahe sei, ein konkreter und mentaler Ort, an dem man einen Diskurs führe, Alltag erlebe und Kunst schaffe.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)