3. März 2011 08:59 Uhr
Es gibt immer jemanden, dem es noch schlechter geht als einem selbst. Diese Tatsache sollten sich Menschen vor Augen halten, die nach eigenem Empfinden eine Fehlentscheidung gefällt haben. Das meinen jedenfalls Forscher aus dem kanadischen Montreal. Sie befragten hundert Erwachsene nach Fehlern und verpassten Gelegenheiten in ihrem Leben. Auch über Reue- und Schuldgefühle sowie Menschen in ihrem Umfeld sollten die Probanden Auskunft geben.
Die Forscher kamen zu dem Schluss, der Vergleich mit Anderen stelle eine gute Kompensationsstrategie dar, auch wenn er umbewusst erfolge. Befragte, die das Gefühl geäußert hatten, anderen gehe es noch schlechter, hätten die negativen Gefühle mit der Zeit an Gewicht verloren. Die Wissenschaftler gehen sogar so weit zu sagen, dass der Vergleich mit Schlechtergestellten auch gesundheitlichen Problemen vorbeuge.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)