3. März 2011 15:52 Uhr
Die Arbeitswelt ändert sich. Besonders Arbeitnehmer unter 30 Jahren bleiben im Durchschnitt für kürzere Zeit in einem Beschäftigungsverhältnis. Früher dauerte eine Beschäftigung im Schnitt 800 Tage an, heute sind es nur noch 600. Das hat eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ergeben, das an der Bundesagentur für Arbeit angesiedelt ist.
Ein weiteres Ergebnis: Die unbefristete Vollzeitstelle ist in der Arbeitswelt noch immer der Regelfall. 60 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sind nach wie vor sehr lange in ihrem Betrieb beschäftigt. Heute dauern feste Arbeitsverhältnisse im Schnitt fast 11 Jahre. Im Vergleich zum Jahr 1992 hat sich die Dauer damit sogar ein wenig erhöht.
Die Studie ergab aber auch, dass die Arbeitswelt weiter auseinander driftet. Die Zahl der Leiharbeiter hat sich vervielfacht. Dort sei die Beschäftigungsdauer sehr kurz: Mehr als die Häfte der Anstellungen ende innerhalb von drei Monaten.
Außerdem sei heute jede zweite Neueinstellung zeitlich befristet. Vor zehn Jahren war es nur jede dritte gewesen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)