3. März 2011 18:05 Uhr
Der Biosprit "Super E10" ist bei den Autofahrern nur auf geringe Akzeptanz gestoßen, nun soll er vorläufig nicht mehr bundesweit eingeführt werden. Aber was genau ist E10 eigentlich?
Die Abkürzung deutet schon darauf hin: Zu 10 Prozent ist dem Treibstoff Ethanol beigemischt, also ein Alkohol, wie er ähnlich auch in Getränken zu finden ist. Das Ethanol im Sprit stammt aus biologischen Quellen. Dafür werden zum Beispiel Stoffe aus Getreide oder aus Zuckerrüben vergoren. Weil es sich um nachwachsende Quellen handelt, soll E10 umweltfreundlicher sein als Treibstoff, der aus Erdöl gewonnen wird. Manche Umweltschützer bezweifeln den Nutzen für die Umwelt. Denn um den Bedarf zu decken, müssten neue Flächen zum Anbau erschlossen werden.
Normales Benzin erhält schon heute bis zu fünf Prozent Ethanol.
Dem Umweltbundesamt zufolge vertragen rund 90 Prozent aller Autos in Deutschland den Kraftstoff E10. Ob das eigene Auto den Kraftstoff verträgt, lässt sich im Internet nachlesen, etwa auf den Seiten des ADAC.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)