4. März 2011 12:58 Uhr

Libyen: Forscher bangen um Kulturschätze des Landes

Alles sei in Ordnung, es gebe keine Proteste im Moment - sagt ein Sprecher des Antikendienstes im libyschen Tripolis gegenüber "Zeit Online". Die Aussagen europäischer Wissenschaftler und Archäologen klingen anders. Einige sorgen sich gar um das antike Erbe des nordafrikanischen Landes. Verlässliche Informationen darüber, ob die historischen Stätten Libyens gefährdet seien, gebe es aber nicht. Das sagt Detlev Kreikenbom vom Institut für klassische Archäologie in Mainz.

Viele antiken Funde in Libyen sind laut dem Artikel wegen des trockenen Klimas gut erhalten. Immerhin sind 95 Prozent des Landes Wüste. Vorfahren des Menschen besiedelten das Gebiet schon vor 130.000 Jahren, erst vor etwa 5.000 Jahren wurden sie dort aber sesshaft. Die meisten historischen Funde stammen aus der Römerzeit. Die heutige Hauptstadt Tripolis wurde 46 Jahre vor Christi Geburt römisch und gewann danach rasch an Bedeutung als Handelshafen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)