7. März 2011 07:52 Uhr
Vielen Italien-Urlaubern dürfte das vertraut vorkommen: Die Alpen sind ein Nadelöhr für den europäischen Verkehr. Ein Ziel der EU-Verkehrspolitik ist es deswegen, Güter statt mit Lkws mehr mit Zügen zu transportieren. Schon länger gibt es Pläne, zwischen Italien und Frankreich ab 2013 einen neuen Eisenbahntunnel zu bauen.
Eine Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung hat vorab den möglichen Nutzen dieses Tunnels untersucht - und kommt zu einer gemischten Bilanz. Bei Transporten bis etwa 300 Kilometer schaue die Branche verstärkt auf den Preis und andere Merkmale wie Pünktlichkeit oder Kapazität. Hier sei der neue Tunnel demnach eine wettbewerbsfähige Alternative. Bei längeren Nord-Süd-Distanzen sei die neue Schienenstrecke jedoch nicht so attraktiv. Deswegen empfehlen die Forscher zusätzlich andere Maßnahmen, zum Beispiel eine Schwerverkehrsabgabe, das heißt eine spezielle Maut für Lkw.
Hier der Link zur Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)