8. März 2011 08:20 Uhr
Der Wettbewerb ist hart und gnadenlos. Das Beste ist das Ziel, wenn es um den eigenen Körper geht. Das schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" heute in einem Feuilleton-Beitrag. Im schrankenlosen Wettbewerb könne nur bestehen, wer sich kontinuierlich dem Optimierungsgedanken unterwerfe. In der Praxis bedeute das: Beim Hautarzt werden die Warzen gelasert, die Augenlider gestrafft, die Botox-Spritze angesetzt. Beim Zahnarzt verschaffe man sich weißere Zähne - vielleicht mit einem funkelnden Steinchen versehen. Und Kinder bekomme man heute nicht mehr spontan - sondern wohl geplant per Kaiserschnitt. Die Stars machten es uns vor. Die "FAZ" schreibt: "Dass uns der eigene Körper fremd geworden ist, das ist die logische Konsequenz seiner Verkümmerung zum Objekt." Denn wir behandelten den Körper als wäre er ein Auto, das in die Werkstatt gebracht, repariert und fit für Winter oder Sommer gemacht werden müsse.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)